Salzinsel Noirmoutier

Lesen Sie hier einen Ausschnitt aus der Reportage:

Insel des Gourmetsalzes

(...) Vom Kanal aus gelangt man zu den Stränden im Nordosten der Insel. Dort liegen Segel- und Motorboote. Manche Badegäste haben sich zum Lesen auf Stühle gesetzt, andere ruhen auf Handtüchern im feinen Sand. Es gibt keine hohe Bebauung, lediglich einige billig aussehende Restaurants, dafür aber eine schöne, weit ins Meer führende, Holzbrücke, die zum Flanieren einlädt. Hübsch sind die aus Holz erbauten weißen Badekabinen, die man zum Schutz vor der Flut mit Leitern versehen hat. Heute beeinträchtigen leider Autos das Strandidyll. Die Besucher parken im Wohngebiet.

(...) Die heute noch 120 bis 130 wohl hauptsächlich nebenberuflich arbeitenden Salzsieder der Insel zeigen dem Besucher in l'Epine gern die überraschend am Strand auftauchenden Salzgärten von Noirmoutier, Diese Insel ist eine der wenigen in Europa noch vorhandenen Produktionsstätten des begehrten Gourmetsalzes, das wegen seiner Qualität Salzblume heißt. Das hier allen Gourmets bekannte „Sel de Fleur“wird nur noch an vier Orten in Frankreich und an drei Orten in Portugal gewonnen. Die Gärten liegen immer küstennah, damit man ihnen bei Flut Rohwasser aus dem Atlantik zuführen kann. Jetzt, Mitte September, ernten die Sauniers ihr Salz. Der Wind bläst abends stark und kühl über die baumlose Fläche, so dass man friert. Er kommt direkt vom Meer, die Salzgärten liegen der Atlantikseite zugewandt.

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