Radweg der Delikatessen

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Radweg der Delikatessen

Auf der „Vélodyssée“ in der Vendée an der  Atlantikküste

Die Ebbe kommt. Die Furt wird frei. Wo das Wasser bereits zurückgewichen ist, glänzt der Asphalt der Furt zur französischen Atlantikinsel Île de Noirmoutier feucht in der Sonne. Eine Feuerqualle mit langen Tentakeln liegt am Straßenrand. An ihr schiebt sich eine Autoschlange vorbei. Gut zwanzig Fußgänger laufen vor und hinter den Autos. Weit über die Hälfte der Strecke liegt noch unter Wasser. Wohl weit über hundert Möwen reihen sich auf, wo der Schlick beginnt. Im nun flachen Wasser suchen sie Futter. Es gibt ein Zeitfenster von drei Stunden zum Übersetzen auf die Insel Noirmoutier. Das schaffen aber nicht alle. Nach wie vor gehen hier Pkw unter. Auf einem großen Warnschild ist zu sehen, wie das Wasser immer höher steigt, bis ein Auto in der Flut verschwindet. Nur ein Rettungsmast mit Sprossen ragt aus dem Wasser heraus.

Die Durchquerung der „Passage du Gois“ zur Insel Noirmoutier ist der Höhepunkt der teils mit Rad, teils mit Auto durchgeführten Entdeckungstour entlang der französischen Atlantikküste. Die Insel gehört zum Norden der Vendée, einem Département mit einer 250 Kilometer langen Küste. Ihr Gebiet erstreckt sich südlich der Loire zwischen den Städten Nantes und La Rochelle. In der Furt, gut 90 Kilometer südlich von Nantes, ist man den Naturgewalten ausgesetzt.

Der 1200 Kilometer lange Radwanderweg „La Vélodyssée“durchquert die Bretagne und führt am Atlantik entlang bis zur baskischen Küste. Die hier ausgewählte Strecke beginnt südlich der Loire in St. Brévin-les-Pins und führt über Noirmoutier nach Bretignolles sur mer. Der Weg lässt sich binnen einer Woche inklusive An- und Abreise fahren. Das französische Fremdenverkehrsamt bewirbt diese Tour immer wieder.

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