Münster: Stadt der Galerien

Lesen Sie hier einen Auszug aus der Reportage:

Beste Kulissen für die Kunst

(...) Wollmütze, graumelierter Bart, weißes T-Shirt mit doppelköpfiger Dohle – so tritt K. S. auf. Wie ein Schicki-Micki-Galerist will einer der jüngsten Galeristen Münsters nicht wirken. Darauf deutet der Name der Galerie in Münsters guter Stube hin, dem Prinzipalmarkt. Ist er Mitte 40? Heute findet eine Vernissage im Beisein katalanischer Künstlerinnen statt. Nachdem er Wasser gereicht hat, bringt er ein Laptop in sein „Wohnzimmer“. Dort heizt er den viel jüngeren Gästen mit Pop-Musik ein. Jetzt scherzt jemand über ein mit Neonlicht beleuchtetes Bild. Darauf ist eine Frau mit BH abgebildet: „Ist sie Pornodarstellerin?“ Im Wohnzimmer stellt Steinrötter unkonventionell aus, denn die Bilder hängen kreuz und quer. Ein weiteres zeigt eine asiatische Frau zwischen roten Bällen. Auf einem Podest steht ein weißes Pferd mit pinselartigem Schwanz. (..)

Video: Beste Kulissen für die Kunst

(...) Er öffnet die bürgerlich-dezente Glastür: graue Haare, leichte Falten, große Brille. Er lächelt gewinnend. Sein Hemd unterm blauen Pullover ist gestreift. Den Hemdkragen hat er darüber gelegt. Er verschwindet nach hinten, überlässt seinem Gast die Besichtigung. Es geht am „Wachhund“ im Foyer vorbei, der in Wirklichkeit ein lebensgroßes, modern gestaltetes Bronzekänguru ist. Dessen Beutel ist aber leer. (...)

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