Micro Manhattan

Lesen Sie einen Auszug aus der Reportage:

Micro Manhattan an der Ostseebucht

Neue Wege gehen Architekten in der Stadt Aarhus. Rote Backsteinhäuser in der Innenstadt und helle Gebäude an der Meeresbucht prägen das Stadtbild. Jetzt zieht eine individuelle Gebäudegestaltung ein. Dies gilt vor allem für den neuen Stadtteil Aarhus Ø.

(...) Einen schlanken sechsgliedrigen bis zu 43 Meter hohen Turm mit bis zu zwölf Stockwerken auf 6.500 Quadratmetern Grundfläche hat Frost so auf sein Aquarell gebannt. Wie sieht nun die Ausführung des hier skizzierten Entwurfes in der Realität aus? Man findet sie bereits fertig gestellt am Rande der Aarhusbucht. Die Türme sollen in der Vorstellung des Dänen wie nebeneinander stehende Buchrücken in einem Regal aussehen als Hinweis auf die im Haus wohnenden Studenten. Frost beschreibt die Gebäudeform auch als „Bündel schlanker Türme“. Lässig in Jeansjacke und T-Shirt gekleidet steht er an einer Brüstung in der fünften Etage seines Meisterwerkes. Gegen die Monotonie der Stadtplaner setzt Frost die lebendige Farbigkeit seiner Entwürfe. „Die Fassade Micro Manhattans hebt sich von den übrigen Gebäuden in der Stadt ab“, erzählt er. „Am Hafen sind sie meistens weiß. In der Innenstadt haben sich rote Backsteingebäude durchgesetzt.“ Nun aber gebe es etwas nie Dagewesenes: Neue Häuser müssen sich nach Farbe und Größe voneinander unterscheiden, aber auch von den alten deutlich abheben. Jedes soll eine Art Individuum sein. (...)

(...) Ganz neu, wenn nicht sogar revolutionär, ist die Gestaltung des Innenhofs von „Micro Manhattan“ als riesiges Kaleidoskop. „Ergeben sich nicht lästige Reflexe? Werden die Bewohner gar seekrank?“ Solche Sorgen machten sich die Auftraggeber des „Teknisk Kollegium“ vor Baubeginn. An sich müssten die Gänge mit ihrem kalten Untergrund hier trist wirken. (...)

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