Kunstmuseen in Lille übertreffen Paris

Lesen Sie hier einenAuszug aus der Reportage:

Kunstmuseen in Lille übertreffen Paris

(...) Ein weiteres Schmuckstück unter den Museen Lilles ist das „Lille Métropole Musée d'art moderne“ (LaM). Es liegt in einer von Wiesen und Wald umsäumten Parklandschaft bei Villeneuve-d'Ascq. Es gibt nicht viele französische Museen dieses Typs. Denn die meisten liegen in den Stadtzentren. Das Haus besteht aus zwei Flügeln mit unterschiedlicher Fassade. Der linke wurde in den 1970-er Jahren gebaut. Der rechte Flügel wurde erst 2009 vollendet in einem völlig neuen Stil. Der rote Backstein des linkes Flügels bildet einen Kontrast zum weiß gestrichenem Beton des rechten. Obwohl aus rotem Backstein gebaut, könnte man den Architekten des linken Flügels als dem Kubismus verpflichtet betrachten, während der rechte deutlich an den mozarabischen Stil erinnert.

Auch der Betonbau des rechten Flügels lässt von der Parkseite aus betrachtet drei kubusförmige Gebäude erkennen. Deren Pultdächer fallen zum Park hin leicht ab. In den sichtbaren Wänden erkennt man eine große Zahl unregelmäßig gestalteter Öffnungen, hinter denen sich Glas befindet. Dass es sich um Fenster handelt, sieht man deutlich im Innern. Der Spanienkenner sieht, dass die Wände mittelalterlichen Kirchen in Asturien und Galizien ähnlich sind, die maurische Gestaltungselemente übernommen haben. Diese Bauweise wirkt in Nordfrankreich fremd. Tagsüber fallen Lichtflecken ins Gebäudeinnere. Wenn das Licht nachts eingeschaltet wird, leuchten die Wände fast wie magische Laternen nach außen, Lampions aus schwarzer Pappe, in die abstrakte Bilder geschnitten sind. Der aufgebrochene Beton nimmt dem Gebäude das Brutale. Erst 2009 wurden diese vom Architekten Manuelle Gautrand geplanten Arbeiten vollendet.(...)

Schauen Sie sich hier im Video an, warum es so viele junge Besucher ins Tripostal in Lille zieht.

 


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