Auf roter Laufbahn zur neuen Stadtgesellschaft

Lesen Sie hier einen Auszug aus der Reportage:

Auf roter Laufbahn zur neuen Stadtgesellschaft

(....) Oben angekommen, vermitteln Bilder einen Eindruck davon, wie das Kaufhaus Anfang des 20. Jahrhunderts ausgesehen hat. „Die sollen auch die nächsten zwanzig Jahre hier hängen“, sagt Wäg. Dahinter liegt die neue Dachterrasse mit vielen Besuchern. Wäg ist stolz. „Wir sind wohl das einzige Kaufhaus auf der Welt, das über solch eine Terrasse verfügt.“ Viele Besucher halten hier nicht nur einen Kaffee aus der Bar in der Hand, sondern lichten auch die roten Ziegeldächer ab, ein berühmtes Wahrzeichen der Stadt. Davor eine futuristisch gestylte Seilbahn, mit der man den beliebten Schlossberg bezwingen kann, rechts davon über allen Dächer ein ebenfalls futuristisches Lichtschwert. Zu Füßen liegt jedoch das Juwel von Graz, das größte geschlossene, seit dem 19. Jahrhundert völlig unversehrte historische Stadtkerngebiet Mitteleuropas.

Da es sich hier weitgehend um denkmalgeschützte alte Gebäude handelt, dürfen Architekten und Bauherren keine großen Veränderungen vornehmen, aber es ist erlaubt, in die Höhe zu bauen wie Kastner & Öhler es tut. Mit einer ansprechenden optischen Gestaltung wird die Konsumkraft der Mittel- und Oberschicht umkämpft, die in Sachen Architektur Ansprüche stellt. „Kaufhäuser erfüllen neben der reinen Bedarfsdeckung eine soziale und kulturelle Funktion, sind maßgeblich mitbestimmend für Leben und Tradition in einer Stadt. Für den Bürger bedeutet ein Warenhaus nach wie vor ein vergleichsweise breites Sortiment, das viele Artikelgruppen umfasst“, schreibt Experte Christian Schramm in „Deutsche Warenhausbauten“. (...)

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