Auf der Suche nach edlen Pilzen

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Auf der Suche nach edlen Pilzen

(...) Auf Farbtafeln sind essbare Pilze aus der Region abgebildet. Es wird gezeigt, wie man sie schonend der Natur entnimmt. Es gibt Sammler, die den Boden viel zu stark aufgraben und so die Pilzgeflechte im Boden zerstören. „Manche sammeln auch weit über eigene Bedürfnisse hinaus oder nehmen zu alte Pilze mit, die wichtig für die Reproduktion sind“, erklärt R. G. Den Wäldern werden so jährlich Tonnen von Pilzen von unausgebildeten Suchern entnommen. In manchen Gegenden schürfen sogar kommerzielle Sammler illegal. In Navaleno selbst darf man noch ohne Erlaubnis sammeln. In Kastilien und León gibt es aber sechs andere Gebiete mit 140.000 Hektar Fläche, in denen eine Erlaubnis notwendig ist. „Die Regierung würde auch gerne in Navaleno eine Regulierung einführen. Mit zehn Euro jährlich wäre sie für kommerzielle Sammler günstig zu haben“, sagt R.. Doch einige Lobbys leisteten Widerstand.

Die meisten Pilzsammler laufen im Herbst durch die Wälder, um die oberirdischen schirmchenförmigen so genannten Pilze zu suchen. Biologisch handelt es sich aber nur um die schirmförmigen Teile der Pilze, die oberirdisch wachsen und Sporen bilden. Sie sind die Sporenträger. Von diesen gehen neue feinste Pilzschläuche aus, aus denen das Myzel gebildet wird. Im Gegensatz zu diesen „normalen“ Pilzen haben die Trüffeln keine oberirdischen Vermehrungsorgane. Die knollenförmigen Gebilde, die als Trüffeln gegessen werden, entsprechen biologisch den Pilzschirmen. (...)

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